Vorträge, Keynotes

Die Transformation der Energie-, Mobilitäts- und auch Gesellschaftssysteme bringt für alle Beteiligten große Herausforderungen mit sich. Ideal wäre es, wenn diese Wandelungsprozesse nicht grundsätzlich den Menschen als Verlierer und lediglich als Konsumenten sehen wollen. Oft werden Themen wie die "Energiesystemtransformation" - weitläufig ungenau als "Energiewende" bezeichnet - nicht in der vollen Bandbreite der Bedeutung betrachtet. Entweder wird die Debatte ausschließlich auf die CO2-Emissionen oder auf Strompreise reduziert. Selten bis gar nicht wird beachtet, dass Energie die Grundlage unserer Zivilisation ist. Energie ist eines der größten weltweiten Wirtschaftsgüter und Teil des globalen Finanzsystems. Energie regelt soziale Standards und entscheidet maßgeblich über Reichtum und Armut sowie über die Innovationskraft einer Volkswirtschaft. Nicht zuletzt: Energie ist in Verbindung mit Rohstoffen Ursache und Motiv für fast alle Kriege in der Geschichte.

Es gibt viel Diskussionsbedarf! Nur ein paar Beispiele über die wir gerne reden und diskutieren:

Chance und Notwendigkeit moderner Verkehrskonzepte

Ein ebenso "beliebtes", wie auch heißes Thema ist die Mobilität. Je nach Lage der aktuellen Interessen werden verschiedene Lösungen postuliert, die jedoch fast immer gravierende Einschränkungen in der Gesellschaft mit sich bringen und dem Diktat der Wirtschaft dienen. Wachstum hat nach rein mathematischer Logik seine Grenzen. Einschränkungen in den sozialen Standards und in persönlichen Freiheiten werden allzu oft und viel zu schnell in die Opferschale geworfen.

Urbanisierung als Allheilmittel?

Der Trend geht zur Verstädterung und Landflucht. Arbeitsplätze werden zentralisiert und es wird mit Erlebnis, Kultur und kurzen Wegen in öffentlichen Verkehrsmitteln geworben. Dies soll sowohl den Verkehr - gemeint ist der Individualverkehr - als auch den Energiekonsum reduzieren. Was wird aber wirklich passieren? - Die Antwort steht längst in den Geschichtsbüchern geschrieben: Verstädterung führt mittelfristig zur Ghettobildung. Die Lebensqualität sinkt als Preis für die Effektivität des Menschen. Öffentliche Verkehrsmittel sind zudem Infrastrukturen die Terroranschlägen nahezu schutzlos ausgeliefert sind und von Streiks und wirtschaftlichen Beschneidungen abhängig sind. Ländliches Leben wird zu einem Privileg und insgesamt führt die Urbanisierung zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft!

Die Struktur des Arbeitsmarktes, der Bildungsstätten und der Einkaufsmöglichkeiten ist ein eigenes, in erster Linie den wirtschaftlichen Interessen gehorchendes Thema. Mobilität ist ein Anderes. Mobilität ist mit Emissionen verbunden. Individual-Mobilität bedeutet persönliche Freiheit, aber auch Belegung von Ressourcen des Straßenlandes. Die Folge sind Überlastungen der Straßen und Parkplatzmangel. Elektromobilität würde die Emissionsbelastung in den Ballungsgebieten deutlich reduzieren, doch scheint es am Ernst der Politik (und der Automobilbranche) zu fehlen, diese nachdrücklich zu fördern. Kritiker reklamieren, dass auch E-Autos Straßenflächen belegen und keinesfalls staumindernd wirken. 

In der Tat: Aber anstatt Menschen zu ermutigen, in Megacities wie Hennen in Legebatterien zu leben, sollte über moderne neue Verkehrskonzepte nachgedacht werden, die sowohl öffentliche Verkehrsmittel als auch den Individualverkehr und Car-Sharing-Konzepte miteinander vereint. Das ist wirtschaftlich zu bewältigen, bedarf aber eines konsequenten Willens! Es bietet sich die Möglichkeit, das Leben am Land, die Traditionen und nicht zuletzt die dortige Lebensqualität mit einem entspannten urbanen Leben zu vereinen.

Wie das das möglich ist? - Diese Idee stellen wir gerne Ihnen und Ihrem Publikum vor.

Elektromobilität nur mit regenerativer Energie?

Die Umweltfreundlichkeit eines Elektroautos wird angezweifelt und es wird mit dem Gesamtwirkungsgrad argumentiert, den ein Elektrofahrzeug unter Einbeziehung der Stromerzeugung und des Transportes effektiv haben kann. Tatsächlich sind Leitungsverluste zu kalkulieren, sind Verluste in der Erzeugung hinzunehmen und die Probleme in der Gewinnung der Rohstoffe - speziell Braunkohle und Uran - zu berücksichtigen. Der Strommix ist aber insgesamt mit steigender Tendenz auch durch regenerative Primärenergieformen geprägt. Zudem werden sehr oft "Äpfel mit Kokosnüssen" verglichen, denn bei Verbrennern wird meist der Wirkungsgrad des Motos allein, selten der des gesamten Fahrzeugantriebsstranges und nie der Weg der Gewinnung der Primärenergie (Diesel, Benzin, Gas) betrachtet.

Elektromobilität löst andererseits auch nicht das sich im Zusammenhang aufdrängende Problem der Speicherung. Sie leistet jedoch einen unterstützenden Anteil. Elektromobilität kann durchaus dazu beitragen, eine eigene Photovoltaikanlage wirtschaftlich zu betreiben. Natürlich ist das Fahrzeug tagsüber meist "außer Haus" - vor der Arbeitsstelle, jedoch sinken die Batteriepreise, was auch lokalen Speichern zugute kommt. Insgesamt werden Elektrofahrzeuge aber auch in den Zeiten, in denen Photovoltaikanlagen Energie liefern, zum größten Teil der Zeit parken und in den meisten Fällen laden. Elektromobilität leistet damit einen Anteil zur Glättung der Lastkurven im Netz.

Reichweiten bei Elektrofahrzeugen?

Elektroautos werden wegen ihrer knappen Reichweiten kritisiert. Sie sind nicht langstreckentauglich, denn die Ladezeiten sind zu lang und an den Autobahnen sind keine Ladestellen in ausreichender Zahl vorhanden. Wer viel fahren muss, wird möglicherweise einen Hybrid-Antrieb bevorzugen und kurze Distanzen rein elektrisch fahren. Im regulären Alltag sind jedoch heutige Elektrofahrzeuge mit einer (realistischen) Reichweite von 120km bis 130km den Anforderungen vollends gewachsen. 

In Fachvorträgen zeigen wir auf, dass ein Elektrofahrzeug keinesfalls - wie gern behauptet - ein "Zweitwagen", sondern das am meisten benutzte Fahrzeug ist.  

Bautechnik und Energieeffizienz

Dämmen, heizen, "Schimmelzucht"?

Energieeffizienz wird gefordert und politische Rahmenbedingungen erleichtern die bauliche Dämmung von Gebäuden und Modernisierungen in den Heizungsanlagen. Im Grunde genommen ist dies ein vernünftiger Ansatz, denn weniger Wärmeverluste über die Gebäudehülle bedeutet weniger Energieaufwand für die Heizung. Das wiederum bedeutet weniger Einsatz von Primärenergie und weniger Emissionen in die Atmosphäre. Die ökologischen Aspekte interessieren aber heute fast nur zur Steigerung des eigenen Unternehmens-Images. Ein rein ideeler Gedanke ist nur selten und bei größeren Wohnbaugesellschaften kaum zu erkennen. Es zählt der unternehmerische Profit. Infolge von Modernisierungsmaßnahmen verändern sich recht häufig und signifikant die Mietpreise, wodurch mit großangelegten thermischen Sanierungsmaßnahmen auch Gentrifizierungen verbunden sind.

Unter diesen Voraussetzungen werden augenscheinlich positive gesetzliche Reglementierungen zur Reduktion von CO2-Emissionen für die eigentlichen Umweltziele kontraproduktiv. Es werden oft Kunststoffe mit mehr oder weniger kritischen Eigenschaften verwendet. Zwar gelten Polystyrole (EPS und XPS) gesundheitlich unbedenklich, jedoch ist die Entsorgung und das Recycling aufgrund möglicher Verunreinigungen kompliziert. Der Aufwand an Primärenergie ist bei Kunststoffen nicht zu unterschätzen und muss in die Klimabilanz berücksichtigt werden.

Ganz unabhängig  jedoch vom Dämmstoff und den möglicherweise sozialen Konsequenzen, ist Dämmung eine positive Maßnahme zur Steigerung des effizienteren Einsatzes von Energie, allerdings ist es mit dem "Einpacken" eines Gebäudes allein nicht getan, denn es gilt bereits in der Planungsphase verschiedene Aspekte zu berücksichtigen:

Insbesondere das Thema "Lüftung" wird meist vernachlässigt und in Form von Verhaltensmaßregeln auf die Bewohner der Wohnanlagen übertragen. In besonders spektakulären Fällen wird auf die Pflicht regelmäßig zu lüften und Feuchtigkeitsentwicklung zu vermeiden (Kochen, Duschen, Wäsche trocknen) hingewiesen. Dies funktioniert in aller Regel nicht, was in verschiedenen physikalischen Zusammenhängen begründet ist:

Zum Verständnis fehlen die Grundlagen zur

In spannenden und leicht verständlichen Vorträgen - beispielsweise mit dem Titel" "Regen im eigenen Haus" - stellen wir für Fachleute und Laien die Zusammenhänge dar und geben Tipps bei der Bauplanung aber auch für das Leben in einem modernen energieeffizienten Haus.

Thermografie, aber richtig

Im Spätherbst beginnt die Zeit, in der eigenartige Wesen in den Siedlungen gesichtet werden. Es sind keinesfalls Außerirdische von einem anderen Stern, sondern Techniker und Ingenieure mit Wärmebildkameras. Um ein paar hundert Euro wird das Haus im Infrarotbereich optisch vermessen. Denkbar ist auch eine Vermessung "von oben" mithilfe fernsteuerbarer Drohnen. Im Ergebnis werden dem Auftraggeber farbige Bilder angeboten, die Aufschluss über Wärmeverluste über die Fensterflächen und die Gebäudehüllen geben können. Solche Messungen entlarven auch kritische Zonen, an deren Innenwänden das Risiko von Schimmelbildung besonders hoch ist.

Thermografie ist eine begrüßenswerte, schnelle und insgesamt preiswerte Analysemethode, um thermische Verluste und Kältebrücken in Gebäuden zu erkennen. Es erfordert jedoch auch fundiertes physikalisches Wissen, um ein aussagekräftiges Gutachten zu erstellen. Eine Kamera ist schnell erworben und Rechnungen schnell geschrieben, doch wie erkennt man eine seriöse Thermografie? - Es ist nicht mit ein paar "bunten" Aufnahmen getan! Es erfordert Kooperation mit den Bewohnern des Gebäudes und deren Diszpiplin. Unter Umständen müssen Einrichtungsgegenstände bewegt oder deren Eigenschaften protokolliert werden. Die Temperaturen in den Räumen müssen nahezu identisch sein. Je gleichmäßiger die Temperaturen im gesamten Haus sind, umso aussagekräftiger ist die Messung. Eine zusätzliche Messung in den Räumen und die Erfassung der Innenwände gehört zu einer professionellen Thermografie.

Strom kommt aus der Steckdose? - Hintergründe zur Stromerzeugung und zu den Netzen

Vergangenheit und Zukunft: 100% Kernenergie!

Sie vermuten nun, wir treten für die 100%ige Erzeugung elektrischer Energie in Nuklearkraftwerken ein? - Mitnichten! - Die Abschaltung aller weltweit existierenden Kernreaktoren und der Stopp eines weiteren Ausbaus dieser technologie ist aus sicherheitstechnischer, ökologischer und aus der Sicht des weltweiten Friedens die einzige Option, oder - wie es die Deutsche Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel so gern formuliert - "alternativlos"!

Dennoch ist es insgesamt angebracht, dass wir über die Primärenergieträger und deren Entstehung einmal reden. Letztendlich ist festzustellen, dass wir - nicht nur für Mobilität, Wärme und Elektrizitätserzeugung, sondern für das Leben auf dieser Welt insgesamt - reine Kernenergie nutzen. Die Unterschiede liegen lediglich in der Kernspaltung und in der Kernfusion.

Der Vortrag führt zum Verständnis darüber, was fossile, nukleare und regenerative Energieträger wirklich sind. Es wird der Begriff des "Wirkungsgrades" aus einer realistischen Perspektive betrachtet und letztlich eine Sensibilität über den Wert heute genutzter Energieformen geschaffen.

Gefahr!(??) - Die Leitung brummt!

Bei einem Photoshooting unter Hochspannungsleitungen an einem feuchten und nebligen Tag kam ein älterer Herr hinzu und wies mich auf das Brummen in den Kabeln hin. Er meinte nur: "Hören Sie das? Das macht uns noch alle krank! Und die wollen immer mehr Trassen bauen!" - Zu einer Erklärung kam es nicht, denn dieser ältere Herr ging mürrisch weiter seines Weges. Die Geräusche in der Nähe von Hochspannungsleitungen lassen sich einfach erklären und hängen mit der Ladung winziger Wassertröpfchen zusammen. Da sich beim Wechselstrom mit einer Frequenz von 50Hz die Polarität des Stromes in der Leitung ändert, werden die Tröpfchen angezogen und abgestoßen. Da dies bei jeder Polaritätsänderung passiert, nehmen wir ein Brummen mit der doppelten Netzfrequenz, also 100Hz wahr. Zudem kommen Knistergeräusche, die durch Koronaentladungen, die zwischen der geladenen Leitung und in der Luft befindlichen Aerosolen stattfinden. Gelegentlich sind diese mit kleinen Leuchterscheinungen verbunden, wie sie auch Seeleute bei einem nahenden Gewitter an den Mastspitzen wahrnehmen können (so genannte Elmsfeuer).

Insbesondere in sozialen Netzwerken werden solche und ähnliche physikalische (und vollkommen harmlose) Vorgänge populistisch thematisiert und damit Angst und Verwirrung verbreitet. Gewiss ist es nicht fotogen, wenn über den eigenen Garten eine Freileitung gespannt wird und es ist störend, wenn diese die Psyche der Anwohner durch das erwähnte Brummen beeinträchtigt. Bevor jedoch von "Strahlungsrisiken" gesprochen und darüber gestritten wird, sollten Grundlagen zu elektrischen und magnetischen Feldern, deren Stärke und zur Ausbreitung elektromagnetischer Wellen bekannt sein. All dies umgibt uns tagtäglich - übrigens auch und besonders während der Mitführung und Benutzung eines Smartphones.

Weitere Themen

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